Petter

Herkunft

„Die Familie Petter, die auf den „Freiholländer“ Christoph Petter zurückgeht, ist aus Holland nach Ostpreußen eingewandert. Die Familie wohnte dort östlich der Zuidersee und hatte nach Überflutungen durch die Zuidersee mit „großem Überschwem-mungsunglück“ zu tun und ging über Monate auf eine große Wanderschaft ( nach Preußen ). , In den Taufbüchern von Giethoorn u. Staphorst – Provinz Overijssel, östlich der Zuidersee – sind 14 bzw. 38 Petter-Namensträger einer Mennoniten-Familie aus dem 18. Jahrhundert eingetragen. In den heutigen Telefonbüchern der Region sind etwa 70 Petter-Namensträger zu finden, in den gesamten Niederlanden 164. , Freiholländer besiedelten im 16. und 17. Jahrhundert die Niederungen an Weichsel, Pregel und Memel. Sie erwarben die Ländereien gewöhnlich zu emphyteutischem Besitzrecht und trieben vorzugsweise Weidewirtschaft. Viele unter ihnen waren Mennoniten und kamen aus Holland. (Was waren unsere Vorfahren? – Staßewski u. Stein, Königsberg 1938), M. Gräfin Döhnhoff, Kindheit in Ostpreußen, 1988 : „Der Besitzer von Friedrichstein hat Anfang des 17. Jahrh. 9 neue Dörfer im Pregeltal gegründet, auf denen 77 Bauern auf insgesamt 1000 ha als „Freiholländer“ angesetzt worden sind. Sie waren freie Bauern, zu keinem Scharwerk verpflichtet; die ersten 4 Jahre, in denen sie das sumpfige Land kulti-vieren mussten, blieben sie frei von Pachtzins, für die nächsten 7 Jahre zahlten sie pro Morgen 20 Groschen, danach 1 Gulden.“ , M. Gräfin Döhnhoff, Namen, die keiner mehr nennt, 1962 : „Die Friedrichsteiner Besitzer hatten schon 100 Jahre zuvor ( vor der Einwanderung der Salzburger ) , angespornt durch das Kolonisationswerk des Großen Kurfürsten, der im großen Stil Holländer in der Elbinger Niederung angesiedelt hatte, 5 Dörfer im Pregeltal gegründet, in denen 45 Bauern-familien eine Heimat fanden. Sie wurden Frei-Holländer genannt, waren aber, nach ihren Familiennamen zu urteilen, rein deutschen Ursprungs. Wahrscheinlich hießen sie so nur wegen ihres besonderen juristischen Status ( sie hatten keine Dienste zu leisten ). Es entstanden damals auf dem Friedrichsteiner Besitz folgende Dörfer : , 1604: Horst, 1614: Kl.-Barthen, 1615: Pregelswalde, 1617: Birkenwalde, 1619: Seewalde.“
[Quelle: http://ortsfamilienbuch.piranho.de/stockheimseiten/data/OFB-Stockheim/ab5642.htm#]